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Blogbeitrag

Erfolgreiche Prozessautomatisierung beginnt nicht mit Software, sondern mit den richtigen Menschen

Wer soll das Automatisierungsprojekt eigentlich machen?

Die wichtigste Frage wird in Automatisierungsprojekten fast immer zu spät gestellt. Bevor ihr über Tools, Workflows oder KI redet, solltet ihr klären, welche Menschen den Prozess wirklich verstehen.

Denn die Technologie ist selten das eigentliche Problem. Die falschen Leute am Tisch — das ist das Problem.

Wir haben Projekte gesehen, die technisch perfekt waren und trotzdem gescheitert sind, weil die falschen Mitarbeiter involviert waren.

Erfolgreiche Prozessautomatisierung beginnt nicht mit Software, sondern mit den richtigen Menschen.

Worauf ihr bei eurem Projektteam achten solltet

1. Sucht die Genervten

Nicht die Zufriedenen. Nicht die, die sagen „läuft doch“. Sucht die Leute, die jeden Tag von einem Prozess genervt sind und genau wissen, wo es hakt.

2. Sucht die Macher, nicht die Bedenkenträger

In jedem Team gibt es ein bis zwei Leute, die Dinge bewegen, ohne dass sie jemand darum bittet. Genau diese Menschen wollt ihr im Projekt haben.

3. Sucht Übersetzer

Die wertvollsten Leute verstehen den Fachprozess und können technisch mitdenken. Sie müssen nicht programmieren können, aber sie müssen Abläufe logisch beschreiben können.

4. Holt Leute aus der Linie, nicht nur aus dem Management

Automatisierung passiert nicht in Strategiemeetings. Sie passiert dort, wo die Arbeit gemacht wird. Die Menschen aus dem Alltag kennen die echten Prozessprobleme.

5. Gebt ihnen Zeit

Der größte Fehler: „Macht das mal nebenbei.“ Automatisierungsprojekte, die als Nebenjob laufen, sterben leise. Gebt den Leuten dedizierte Zeit.

Was ihr vermeiden solltet

Nicht erzwingen: Leute, die „müssen“ statt „wollen“. Erzwungene Beteiligung produziert Widerstand.

Nicht isolieren: Nur IT, ohne Fachabteilung. Dann baut ihr am Bedarf vorbei.

Nicht zu weit oben aufhängen: Nur Management, ohne Operative. Dann kennt niemand die echten Probleme.

Nicht zu groß machen: Zu viele Leute. Zwei bis vier Personen pro Prozess reichen völlig.

Das ideale Kernteam

Ein erfolgreiches Automatisierungsprojekt braucht keine große Arbeitsgruppe. In den meisten Fällen reichen vier klar definierte Rollen:

Der Genervte

Kennt den Prozess in- und auswendig.

Der Macher

Treibt Dinge voran und bleibt dran.

Der Übersetzer

Vermittelt zwischen Fachbereich und Technik.

Der Sponsor

Gibt Rückendeckung aus der Führung.

Die beste Automatisierung scheitert ohne die richtigen Menschen

Wir starten kein Projekt ohne dieses Gespräch. Denn die beste Automatisierung bringt nichts, wenn sie von den falschen Leuten gebaut und von niemandem genutzt wird.